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Plone 4

Was ist neu und besser in Plone 4?

Doppelt so schnell wie der Vorgänger

Plone 4 ist im Durchschnitt doppelt so schnell wie der Vorgänger.

Sowohl für anonyme als auch für angemeldete Benutzer ergeben sich spürbare Verbesserungen bei der Geschwindigkeit. Plone ist damit eins der schnellsten Open-Source Content-Management-Systeme auf dem Markt. Die Grafik gibt einen Überblick über die Performance-Verbesserung in den einzelnen Bereichen.

Performance-Vergleich zwischen Plone 3 und Plone 4

Darüber hinaus benötigt Plone 4 weniger Arbeitsspeicher als Plone 3, sodass mehr Spielraum für die Nutzung von Caching-Systemen bleibt.

Plone reagiert auch bei vielen gleichzeitigen Lesezugriffen schneller als die Vorgänger.

Neues Standard-Design

Nach neun Jahren hat Plone ein neues Standard-Design mit dem Namen „Sunburst“ bekommen. Es ist elegant, minimalistisch, modern und leicht anzupassen.

Das ursprüngliche Plone-Design aus dem Jahr 2001 war wegweisend. Es beeinflusste grundlegend das Design von Wikipedia und anderer Open-Source Wikis, die teilweise immer noch die Designelemente und Icons des ursprünglichen Plone-Designs benutzen. Dennoch war es Zeit, die Erfahrungen der letzten Jahre in ein neues Design einfließen zu lassen.

Sunburst zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es ein farblich neutrales, hochmodernes Design mit einer großartigen Typographie ist. Es lässt sich dank seines innovativen, tabellenlosen Rasteraufbaus über CSS leicht anpassen. Das CSS Stylesheet von Sunburst wurde von Grund auf erneuert und ist wesentlich schlanker geworden, sodass es wesentlich einfacher zu handhaben ist und schneller lädt. Es ist gleichermaßen für Layout mit fester und variabler Breite geeignet. Obwohl es brandneue Techniken nutzt, bleibt Sunburst kompatibel mit Uralt-Browsern wie dem Internet Explorer 6. Damit erleichtert es die Integration von Plone-Systemen in das Corporate Design von Unternehmen und Organisationen. Der Kern des neuen Designs wurde dem so genannten Deco-Layoutsystem entnommen, das die Basis von Plone 5 bilden wird. Wer sich jetzt in das neue Design einarbeitet, ist gut gerüstet für die revolutionär neue nächste Version von Plone. Das alte Design von Plone wird weiterhin unterstützt, sodass Plone-Sites, die auf dem alten Design basieren, problemlos aktualisiert werden können. Da jedoch das neue Design auf der gleichen Markup-Strukturen wie das alte basiert, ist bei der Aktualisierung auch ein Wechsel des Designs mit geringem Arbeitswand möglich.

Indizierung asiatischer Sprachen

Zur Volltext-Indizierung werden die Texte üblicherweise in Worte aufgeteilt. Dies funktioniert bei asiatischen Sprachen jedoch nicht so einfach.

Um auch für asiatische Sprachen eine voll funktionsfähige Indizierung zu gewährleisten, teilt Plone solche Sprachen in Bigrams, was zu deutlich verbesserten Ergebnissen führt. Damit wird Plone für rund 1,5 Milliarden Benutzer noch interessanter.

RSS mit Haupttext

Bereits Plone 3 erzeugte für Ordner, Kollektionen und Suchabfragen RSS-Feeds.

Plone 4 sortiert diese RSS-Feeds nun nach dem Publikationsdatum und nicht mehr nach dem Datum der letzten Änderung. Außerdem enthält der RSS-Feed von Plone nun auch den gesamten Haupttext der Artikel.

Erweiterte Suche übersichtlicher

Die exzellenten Suchmöglichkeiten von Plone wurden noch benutzerfreundlicher gestaltet.

Selten benutzte Suchoptionen sind im Formular für die erweitere Suche in Plone 4 eingeklappt und können bei Bedarf aufgeklappt werden. Der Benutzer wird so nicht mit Möglichkeiten konfrontiert, die er in der Regel nicht benötigt oder aufgrund fehlender Rechte nicht benutzen kann.

Handhabung großer Dateien verbessert

Plone 4 speichert große Dateien sowie Bild- und Mediendaten im Dateisystem und nicht mehr in der Datenbankdatei der ZODB. Großen Datenmengen können so schneller und Ressourcen sparend gespeichert und ausgegeben werden.

Gleichzeitig können alle Vorteile von Plone wie das feinkörnige Zugriffsmanagement oder die Versionierung weiterhin genutzt werden. Die Unterstützung für große binäre Dateien wurde mit dem Ziel Ressourcen zu sparen und die Geschwindigkeit zu verbessern von Grund auf neu geschrieben

In der Realität führt dies zu erheblichen Verbesserungen wie das Beispiel des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung beweist. Die Datenbank der Instituts-Website enthält zahlreiche große Mediendateien und umfasste vor dem Umstieg 16,5 GB. Nach dem Umstieg auf Plone 4 konnte die Datenbankgröße auf 3GB reduziert werden. Der Speicherverbrauch des stark gecachten Server verringerte sich von 10 auf 3 GB. Die CPU-Last bei starker Benutzung beträgt nach dem Umstieg lediglich noch 10 bis 20% der vorherigen Last. Außerdem kommt es nicht mehr wie früher unter Plone 3 zu extremen Lastspitzen. Beim Download großer Dateien tritt keine spürbare Erhöhung der Last mehr auf.

Persönliche Seite für Gruppen

Jeder Benutzer kann auf seiner persönlichen Seite Informationen anzeigen lassen, die ihn besonders interessieren. In Plone 4 können nun auch gruppenspezifische Informationen auf den persönlichen Seiten der Benutzer angezeigt werden.

Dies erweitert die Möglichkeiten zum Informationsmanagement im Intranet. Auf der persönlichen Seite findet jeder Benutzer nun genau die Informationen vor, die er als Angehöriger zum Beispiel einer Abteilung oder eines Teams benötigt.

Neue schnellere Ordner-Implementierung

Plone 4 nutzt nun nur noch BTree-basierte Ordner, wodurch die Verwaltung einer großen Anzahl von Artikeln beschleunigt wird.

Die Grafik zeigt wie sich der neue Ordnertyp auf die Geschwindigkeit auswirkt.

Vergleichsgrafik zwischen Plone 3 und Plone 4

Beim Upgrade von Plone 3 auf Plone 4 erfolgt die Umstellung auf den neuen Ordnertyp völlig transparent und automatisch.

GUI-Zauberei mit jQuery

In Plone lassen sich Formulare und Dialoge sehr leicht als benutzerfreundliche Popups realisieren.

Das in Plone integrierte Overlay-Framework baut auf jQuery 1.4 auf und ermöglicht den Einbau dynamischer Popups und AJAX-Formulare. Hervorzuheben ist die dabei die Tatsache, dass Plone-Websites auch ohne JavaScript noch benutzbar bleiben.

Das Framework (plone.app.jquerytools) nutzt viele Funktionen des jQuery Tools toolkits wie zum Beispiel Tabs Tooltips, Overlays, Exposé und Scrollable. Damit wird es möglich optisch attraktive und benutzerfreundliche GUI-Elemente ohne großen Aufwand für eine Plone-Website  zu entwickeln. Da plone.app.jquerytools auch mit Plone 3 arbeitet, ist es möglich Erweiterungen zu entwicklen, die solche Effekte nutzen und auf beiden Plattformen laufen.

Bessere Benutzer- und Gruppenverwaltung

Das Anlegen neuer Benutzer durch den Administrator erfolgt in Plone 4 einfacher und schneller.

So kann bereits beim Anlegen eines neuen Benutzers die Gruppen ausgewählt werden, in denen er Mitglied ist. Außerdem wurde die Benutzeroberfläche für die Verwaltung von Benutzern und Gruppen überarbeitet, was den Administratoren die Arbeit deutlich erleichtern wird.

Neu hinzugekommen ist eine Unterstützung verschachtelter Gruppen. Damit wird es noch leichter komplexe Anforderungen an die Organisation der Zugriffsrechte zu erfüllen.

Das Registrierungsformular kann angepasst werden, sodass bereits beim Registrierungsprozess diverse Benutzerdaten abgefragt werden können. Eine neue Option ermöglicht es, sich mit einer E-Mail-Adresse statt eines Benutzernamens anzumelden.

Einfaches Upgrade

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Aktualisierung bestehender Plone-3-Websites im Großen und Ganzen reibungslos vonstatten geht.

Die Entwickler bemühten sich insbesondere darum die Kompatibilität von Erweiterungen zu erhalten. Die meisten Zusatzprodukte sollten auch unter Plone 4 einwandfrei funktionieren, während andere mit kleinen Veränderungen lauffähig gemacht werden können. Es wurde eine Menge Arbeit investiert, um den Umstieg auf Plone 4 zu erleichtern.

Geringerer Speicherverbrauch

Der Speicherverbrauch von Plone konnte durch zahlreiche Verbesserungen auf den unterschiedlichen Systemebenen spürbar verringert werden.

Im Durchschnitt benötigt Plone 4 20 % weniger RAM als Plone 3. Außerdem wächst der Speicherverbrauch von Plone mit der Zeit nicht mehr an, sondern bleibt, wenn die initialen Caches gefüllt sind, konstant.

Diese Reduzierung wurde auf unterschiedlichen Wegen erzielt. Zunächst behandelt Plone 4 die zahlreichen Übersetzungsdateien geschickter und spart dadurch Speicher ein. Außerdem setzt Plone 4 auf Python 2.6 auf, das seinerseits besser mit dem zur Verfügung stehenden Speicher umgeht. So erlaubt das verbesserte Garbage Collection von Python 2.6 wieder frei gewordenen Speicher erneut an das Betriebssystem zurückzugeben.  Und die Verwendung einer neueren Version der Zope Object Database (ZODB) ermöglicht die Speicherung großer Dateien im Dateisystem mit Hilfe so genannter BLOBs. Dadurch wird beim Speichern und Ausliefern großer Dateien und Bilder weniger Arbeitsspeicher benötigt.

Unter der Haube

Plone 4 setzt auf Python 2.6 auf, einer offiziell unterstützten und schnelleren Version der objektorientierten Programmiersprache. Plone 4.1 wird voraussichtlich Python 2.7 unterstützen.

Einige Verbesserungen in Plone 4 resultieren aus der Nutzung von Zope 2.12, da diese Zope-Version eine höhere Flexibilität bei den in Frage kommenden Datenbank-Backends mit sich bringt. Zope 2.12 unterstützt RelStorage zur Nutzung von SQL-Datenbanken und hat eine native Unterstützung für die Speicherung großer binärer Dateien im Dateisystem.

Alle Komponenten von Zope 2.12 werden in so genannten „Eggs“ distribuiert, dem Standard-Paketsystem von Python. Dies bringt Vorteile bei der Aktualisierung mit sich, da sämtliche Komponenten, die für Plone benötigt werden nun mit Buildout installiert werden können.

Will man zur nächst höheren Plone-Version wechseln, reicht es in der Regel, die neue Versionsnummer in der Konfigurationsdatei einzutragen und Buildout den Rest machen zu lassen. Mit Hilfe von so genannten Rezepten, die die Plone-Community bei jedem neuen Release, bereitstellt, installiert Buildout alle für das neue Release benötigten Python-, Zope- und Plone-Pakete automatisch.